Die Posaune - dieser Zug kommt immer zu spät

Die Posaune besteht aus zwei Rohren, auf das eine wird oben ein Trichter aufgesetzt. Sie gleicht einem doppelten Gummiband, das man beliebig langziehen und wieder zurückschnorren lassen kann.
Die tiefen Töne verbreiten einen penetranten Schwefel- oder Aschengeruch. Beim Anhören der hohen Töne brechen sensible Hörer oft in bittere Mitleidstränen über der vergeblich unsinnige Bemühen des Bläsers aus. Für das eigentliche Musikmachen sind nur die Töne der mittleren Lage zu gebrauchen - und das auch nur in Ausnahmefällen.
Ein sauber stimmender Ton auf der Posaune ist reiner Zufall. Bei Technikstellen schleifen alle Zwischentöne unüberhörbar mit. Deshalb bevorzugen die die daran Herumwerkelnden das sog. Glissando. Das lässt sich durch langsames und auch schnelleres Hin- und Herschieben des Zuges leicht erzeugen. In musikalischen Charakterstücken ist bestens geeignet, freudig erstaunte Seufzer (Zug nach oben stoßen) und auch melancholisch bis tief traurige Seufzer (Zug nach unten rutschen) zu illustrieren. Letztere sparsam wegen ihrer seelenzerstörenden Wirkung anwenden. Daher auch die zutreffende Bezeichnung "Seufzerbande" für die Posaunengruppe eines Orchesters.
Haben sie angstvoll schlotternd mit zitternder Hand die ungefähre Stelle erwischt, wo der angestrebte Ton liegen müsste, nennen sie das "Zugvibrato". Dann wird solange vibratoniert, bis der Ton einigermaßen stimmt. Dabei merken sie in ihrem Eifer jedoch selten, dass das Orchester bereits viele Takte weiter ist.
Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte Wa-Wa-Effekt, mit dem täuschend ähnlich das Quaken von Fröschen imitiert werden kann. Das passt in alle volkstümlich-ländlichen Piecen und bereichert diese ungemein.
Der Zug sollte immer gut eingefettet (am besten Schweinefett oder Hammeltalg) sein, damit das Gezerre am Zug nicht so kräftezehrend ist. Deshalb sollten nur robuste, unverbrauchte und unempfindliche Naturen an die Posaune gelassen werden. 


Wie kann man mit einer Posaune wie auf einem Waldhorn spielen?
Eine Hand in den Trichter stecken und lauter falsche Töne spielen.


Was ist die Dynamik einer Bassposaune?
an oder aus


Ein Amateurmusiker schrieb an die englische Musikzeitschrift "Melody Maker":
"Immer wenn ich Posaune übe jault der Hund meiner Nachbarin. Was soll ich tun?"
Die Zeitung schrieb zurück:
"Spielen Sie Stücke die der Hund nicht kennt. Vielleicht hört er zu!"


Wie nennt man es, wenn im Gottesdienst statt der Orgel der Posaunenchor spielt?
Blas-Phemie.


"Wie ist denn dein neuer Freund, der Posaunist?" "Nicht schlecht, aber beim Küssen hab ich immer so einen Blechgeschmack im Mund."


Wie verbessert man die Aerodynamik eines Posaunistenautos?
Man nimmt das Pizza-Blitz-Schild vom Dach.


Woran erkennt man, da? ein Posaunist an der Haustür klingelt?
Die Klingel schleppt.


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